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Mann vor Wasserfall, reißt die Hände hoch

Unser Leitbild

In einem Leitbild beschreiben Organisationen oder Unternehmen, welches Selbstverständnis sie haben. Die LWL-Klinik Hemer hat eine besondere Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten, ihrem sozialen Umfeld, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit. Wir fühlen uns der Tradition verpflichtet, uns kritisch und konstruktiv mit unserer Arbeit auseinanderzusetzen, fachlich immer wieder offen zu bleiben und neuen Entwicklungen Raum zu geben. Unser Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu behandeln und zu versorgen, auch in Zeiten wirtschaftlicher Zwänge und Einschränkungen. Und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichten sich dazu, ihre Arbeit auf dem neuesten medizinischen und pflegerischen Stand zu leisten und so eine qualifizierte Gesundheitsversorgung zu bieten.

 

Präambel
Gesellschaft und Gesundheitssystem befinden sich im Wandel. Diese Klinik begreift sich als lernende Organisation. Sie geht aktiv mit laufenden Veränderungen ihrer Umwelt um und versucht, künftige Veränderungen zu antizipieren. Dabei wandeln sich Organisationsstrukturen,
Arbeitsabläufe und Anforderungen an die Mitarbeiter. Bei allem Wandel gibt es einen festen Bezugspunkt, das ist unser Wertsystem mit den daraus abgeleiteten Zielen und handlungsleitenden Normen. So wie es in diesem Leitbild festgehalten ist, gibt es uns hier Tätigen und unseren Patienten eine sichere Orientierung.

 

Auftrag
Die LWL-Klinik Hemer Hans-Prinzhorn-Klinik ist eine Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit Aufgaben psychiatrischer Pflicht- und Vollversorgung für den nördlichen Märkischen Kreis, und den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der als Träger mehrerer psychiatrischer Kliniken eine sozial gerechte und umfassende Versorgung für alle Betroffenen anbietet.

 

Ziel
Unsere Arbeit dient dem Ziel, psychische Erkrankungen wirksam zu behandeln, sodass wenn nicht Heilung, so doch Besserung gelingt. An die Ressourcen des Patienten anknüpfend versuchen wir, Beschwerden zu lindern, die psychische Entwicklung günstig zu beeinflussen und soziale Integration zu fördern. Die Verbesserung subjektiver Lebensqualität ist ein weiteres wichtiges Ziel, das mit den zuvor genannten in engem Zusammenhang steht.

 

Werte
Wir fühlen uns grundlegenden humanistischen Werten verpflichtet, an denen wir uns im Umgang mit Patienten und im Umgang unter uns Mitarbeitern orientieren. In Zeiten der Globalisierung, wo die verschiedenen Kulturen und Religionen stärker miteinander in Berührung kommen, ist es eine Frage der Sichtweise, ob Trennendes oder Verbindendes stärker in den Blick gerät. Kulturen und Religionen verbindend ist das Gebot, dass Menschen gut miteinander umgehen sollen, respektvoll, freundlich, den anderen anerkennend. In Bezug auf den Patienten legen wir dieses Gebot so aus: Der Patient ist für uns zugleich Partner und Klient, der uns in schwieriger Situation anvertraut ist, auf dessen Bedürfnisse wir die Organisation der Klinik ausrichten, und den wir auf der Grundlage all unseres Fachwissens nach den Regeln Kunst und den wissenschaftlichen Standards entsprechend zu behandeln suchen. Wir sehen den Patienten als Menschen mit allen seinen Anteilen. Seine Lebensgeschichte interessiert uns, da sie seine Krankheit verstehen hilft.

Die jedem eigene Kreativität versuchen wir im therapeutischen Prozess nutzbar zu machen. Der Patient ist für uns Individuum mit besonders ausgeformten soziokulturellen Werten und Normen, die wir respektieren. Die Klinik versteht sich auch als Dienstleister, der Wünsche nach angenehmer Atmosphäre zu erfüllen versucht. Gut miteinander umzugehen bedeutet für uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, welches durch wechselseitigen Respekt, Freundlichkeit und das Gewähren von Anerkennung geprägt ist. Die Betonung des Teamgedankens und die regelmäßige Supervision der therapeutischen Arbeit tragen zum guten Arbeitsklima bei.

 

Therapie
Die LWL-Klinik Hemer Hans-Prinzhorn-Klinik versteht sich als qualitativ hochstehende, professionell arbeitende Einrichtung psychiatrischer Diagnostik und Therapie, die mit ihren Angeboten das gesamte Spektrum des Fachgebiets abdeckt. Dem ganzheitlichen Zugang zum Patienten entsprechend integrieren wir die Behandlungsansätze biologischer Psychiatrie, der Psychotherapie, Soziotherapie, Arbeits-und Physiotherapie, der künstlerischen Therapie und der Bezugspflege. Wir bemühen uns, den Patienten in seinen Lebensbezügen wahrzunehmen und ihn in ein tragfähiges soziales Netzwerk zu integrieren. Die Klinik arbeitet patientenorientiert. Sie versucht, das Stigma psychischer Erkrankung zu mindern: durch eine intensive Orientierung auf die Bedürfnisse des psychisch Kranken, die Schaffung eines unterstützenden Milieus, die Einbeziehung seiner Angehörigen und durch vielfältige Initiativen im Sinne psychiatrischer Öffentlichkeitsarbeit.

 

Pflege
Die Pflegenden üben ihren Beruf in dem Bewusstsein aus, einen eigenständigen, wertvollen Beitrag für das Gesundheitswesen zu leisten. Sie bringen professionelles Fachwissen, soziale Kompetenz, Urteilsvermögen und Verantwortungsbereitschaft in eine partnerschaftlich gestaltete, mitmenschliche Pflegebeziehung ein. Pflege und insbesondere auch psychiatrische Pflege ist ein Prozess der Interaktion zwischen Patienten, Pflegenden, Angehörigen und Therapeuten, bei dem Pflegende und Betroffene die Bedürfnisse und die Ressourcen des Patienten konkretisieren und gemeinsam Ziele formulieren, Maßnahmen planen und deren Ergebnisse evaluieren.

 

Gemeindepsychiatrischer Verbund
Entsprechend der Maxime „ambulant vor stationär“ ist die Einrichtung vielfältig eingebunden in das psychosoziale Netzwerk der Versorgungsregion. Dies ist für soziale Integration und Lebensqualität unserer Patienten von großer Bedeutung. Durch die institutionalisierte Kooperation mit weiter versorgenden und komplementären Einrichtungen und Diensten erleichtern wir dem Patienten den Übergang in den Alltag: Wir stellen mit ihm gemeinsam aus den vielfältigen Angeboten Betreuten Wohnens, Geschützten Arbeitens und tagesstrukturierender Beschäftigung das jeweils Angemessene zusammen und bemühen uns um eine integrierte Versorgung.

 

Kunst
Dem Namensgeber der LWL-Klinik Hemer, Hans Prinzhorn verbunden, hat die Klinik neben den in einer hochqualifizierten Institution üblichen therapeutischen Angeboten einen besonderen Schwerpunkt gesetzt im Bereich Kunst und Psychiatrie. Die kreativen Therapien setzen innerhalb eines künstlerischen Prozesses die Medien Klang, Farbe, Form und Bewegung ein, um die Gestaltungs-, Ausdrucks- und Wandlungskräfte in der Persönlichkeit des Patienten zu beleben. Sie vermitteln positive Erfahrungen. Hinzu kommen kulturelle Projekte, an denen sich verschiedene Berufsgruppen beteiligen: Theaterarbeit mit psychisch Kranken, Konzerte, Kunstausstellungen und Kunstaktionen, in denen künstlerische Werke aus den therapeutischen Prozessen hier und Arbeiten anderer Künstler, darunter auch psychisch Erkrankte, zusammengeführt werden. Künstlerische Tätigkeit hinterlässt in den Skulpturen am Rande unserer „Wege der Be-Sinnlichkeit“ dauerhafte Spuren im Klinikgelände. Wir sehen die Kunst als ein Tor zwischen bekannten und unbekannten ten. So mag sie Brücken schlagen zwischen Normalität und Abweichung und helfen, das Stigma psychischer Krankheit abzumildern.

 

Wissenschaft und Wissensmanagement
Die Klinik ist verbunden mit einer Vielzahl von Einrichtungen der Fort- und Weiterbildung, u.a. über die Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und verschiedenen psychotherapeutischen Weiterbildungseinrichtungen. Sie beobachtet die relevanten Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung, orientiert sich an den Standards Evidenz basierter Medizin und Pflege und nimmt in der Region prägend Einfluß auf die Vermittlung von Standards in guter psychiatrischer Praxis. Der Organisation des Wissensflusses dienen die permanent weiterentwickelte Informationstechnologie, die entsprechende Strukturierung von Konferenzen sowie eine kompetent besetzte Bibliothek. In Zusammenarbeit mit universitären Forschungsgruppen hat sich die Klinik einen Namen gemacht als Ort wissenschaftlichen Arbeitens.

 

Verwaltung, Wirtschaft und Technik
Die Klinik setzt die verfügbaren Mittel ökonomisch und mit ökologischem Bewußtsein ein und bemüht sich um eine transparente Wirtschaftsweise. Dienstleistungsorientierung in den unterstützenden Prozessen ist uns Gebot. Die Einbindung in das regionale Netz Dortmund- Hemer setzt Synergieeffekte frei.

 


Qualitätsentwicklung
Auf guten Strukturen aufbauend treiben wir Qualitätsentwicklung gezielt voran. Das gilt für Medizin und Therapie, Pflege, Verwaltung, Wirtschaft und Technik gleichermaßen. Um kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen, setzen wir das PPM (Partizipatives Produktivitätsmanagement) in allen Bereichen der Klinik ein. Orientierendes Rahmenkonzept, das besondere Ansprüche an die Führung stellt, ist das EFQM (European Foundation for Quality Managment). Wir erheben kontinuierlich Indikatoren von Prozeß- und Ergebnisqualität, bewerten diese und ziehen aus den Ergebnissen Konsequenzen. Das Qualitätsmanagement durchdringt alle Bereiche und Abteilungen.