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Psychiatrie & Psychotherapie

Die Abteilung „Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie“ behandelt Menschen mit akuten psychischen Störungen, insbesondere mit schizophrenen Psychosen, affektiven Störungen wie Depression und Manie, Anpassungsstörungen, Angst- oder Zwangserkrankungen, somatoformen Störungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Die Patientinnen und Patienten werden mit dem Ziel betreut und behandelt, dass sie die aktuelle Erkrankung, Störung oder Krisensituation akzeptieren und bewältigen können. Außerdem soll sich das empfundene Wohlbefinden schnell verbessern und ein individuelles Störungskonzept vermittelt werden. Die Menschen sollen zudem möglichst zeitnah in ihr gewohntes Leben, in die Familie, den Beruf oder eine geeignete Tagestruktur eingegliedert werden.

Dabei nutzen wir vielfältige Angebote und Methoden des multimodalen Therapiesettings (Rücksichtnahme auf die Vielschichtigkeit der Behandlung und das Bündeln des Wissens verschiedener Personenkreise und Wissensbereiche), das ressourcen-, prozess- und lösungsorientiert ausgelegt ist. Wir beziehen die Familie, wichtige Bezugspersonen und ambulante professionelle Helfer frühzeitig mit ein. Die Patientinnen und Patienten sollen eine größtmögliche Selbstständigkeit behalten, ihre Unabhängigkeit wiedererlangen sowie über ihre Erkrankung umfassend informiert werden, um diese in den Griff zu bekommen und neuerlichen Schüben vorzubeugen. Sofern es notwendig erscheint, motivieren wir die Patientinnen und Patienten, fremde Hilfen insbesondere der ambulanten Dienste in Anspruch zu nehmen und sich ambulant weiterbehandeln zu lassen.

Dem multiprofessionellen Team gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen an. Sie arbeiten kollegial und wertschätzend zusammen und behandeln und betreuen mit ihrem Fachwissen die Patientinnen und Patienten bestmöglich. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder-leitern geführt. Zum Team gehören außerdem Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Gesundheits- & Krankenpflegekräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Assistenzärztinnen und -ärzte, eine Stationsassistentin oder –assistent sowie stationsübergreifend tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Ergo-, Bewegungs- und Musiktherapie.

Station D10

Herzlich Willkommen auf der Station D10

Wir sind eine geschlossene, gemischt-geschlechtliche psychiatrische Intensivstation. Es kommen sämtliche psychiatrisch erkrankten Menschen zu uns. Einzige Ausnahme: gerontopsychiatrisch erkrankte oder suchterkrankte Patienten/innen. Grundsätzlich werden nur Patienten/innen mit Krankheiten aufgenommen, die einer Behandlung unter geschlossenen Bedingungen bedürfen.

Wir unterscheiden folgende Diagnosegruppen:

•Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis (inkl. sekundärer Abhängigkeitserkrankungen)
•schizoaffektive Psychosen
•affektive Psychosen
•Neurosekranke
•Persönlichkeitsgestörte
gelegentlich Patienten/innen mit Hirnerkrankungen und vorwiegend psychiatrischer Symptomatik, z. B. Chorea Huntington, Anfallsleiden
Patienten/innen mit Neurosen, Persönlichkeitsstörungen und Hirnerkrankungen bedürfen nur gelegentlich der Therapie auf der geschlossenen Aufnahmestation.

Unser Behandlungsschwerpunkt: Psychose. Die D10 klärt regelmäßig die juristischen Voraussetzungen und setzt diese fest. Die Rechtsgrundlage bedarf einem intensiven Austausch zwischen Stationsarzt/ärztin und Patient/in, den Angehörigen oder gegebenenfalls dem zuständigen Unterbringungsrichter/in. Wir setzen in dieser Beziehung auf eine erfolgreiche Kooperation aller Beteiligten.

Wir therapieren mehrdimensional. Die Annahme dahinter: ein multikonditionales Krankheitsverständnis. Das heißt, dass sowohl genetische und somatische Einflüsse, wie zum Beispiel Konstitution, Reagibilität, Sensibilität, prä- und perinatale Komplikationen als auch psychosoziale Einflüsse, wie etwa frühkindliche Traumata oder familiäre Kommunikationsstile, bei der Entstehung von Psychosen bedeutsam sind. Die Kombination von ungünstigen genetisch-somatischen und psychosozialen Einflüssen führt zu einer verletzlichen Persönlichkeit. Wirken nun schicksalshafte Lebensereignisse (life-events) oder entsteht eine Überforderung durch Stress, kann dies eine Psychose herbeiführen. Diese können und müssen wir therapieren: medizinisch, psychotherapeutisch, sozio- und milieutherapeutisch sowie ergo- und physiotherapeutisch.

Therapie

Wir versorgen unsere Patienten/innen individuell und bedarfsgerecht. Die Therapie orientiert sich an der Diagnose – der Grundstein für alle Folgebehandlungen. Dazu wird zunächst eine psychiatrische Anamnese erhoben. Wir müssen das Krankheitsbild genau erfassen. Faktoren sind unter anderem die Denkzerfahrenheit, ein gestörtes Verhältnis zur Realität, eine Suizidalität, sowie selbst- oder fremdzerstörendes Verhalten. Internistisch-neurologische klinische Untersuchungen unterstützen den diagnostischen Prozess. Wir investieren sehr viel Zeit, um unsere Patienten/innen kennen zu lernen und vertrauen nicht nur früheren medizinischen Befunden, sondern sind auch auf die Angaben von Familienangehörigen und Freunden angewiesen. Wir telefonieren, machen Termine in der Klinik oder fahren zu Hausbesuchen. Am Ende steht ein psychopathologischer Befund – unsere Grundlage für eine Therapie.

Zunächst schließen wir eine organische Ursache aus. Die internistisch-neurologische Untersuchung umfasst dabei Maßnahmen wie EEG, CT, EKG, Röntgenuntersuchung sowie Blut- oder Serumanalysen.

Nach dieser ersten Einordnung erstellen wir jedem einzelnen Patienten/in einen Therapieplan und legen individuelle Behandlungsziele fest. Eine zusätzliche medikamentöse Behandlung ist meist zunächst unumgänglich. Sie hilft eine weiterführende Therapie anzugehen und gleichzeitig Ängsten, Wahnvorstellungen oder einer Suizidalität entgegen zu wirken. Die Sicherheit hat oberste Priorität, die Zusatzuntersuchungen richten sich nach den neusten wissenschaftlichen Standards.

Begleitend zur medikamentösen Behandlung streben wir mit unseren Patienten/innen eine psychotherapeutische Behandlung an. In Gruppen oder einzeln werden Verhaltens- und Familientherapien angeboten. Die Lebensgeschichte, die Familie, die sozialen Umstände – in der Therapie werden verschiedene Aspekte thematisiert. Wichtig ist, dass der Therapieplan Nachfragen, Gespräche und auch Selbstheilung zulässt und unsere Patienten/innen ein Verständnis für ihre aktuelle Situation entwickeln können. Ermuntern, ermutigen und behutsam begleiten – das ist unsere Philosophie auf D10. Eine stets freundliche und verständnisvolle Atmosphäre und die Integration von Angehörigen in den Heilungsprozess ist ungemein wichtig. Neben den Angehörigengruppen sind daher Familiengespräche auf der Station regelhafter Bestandteil der stationären Therapie. Auch prognostisch ist die Einbeziehung der Angehörigen unabdingbar, da sowohl eine kalt-ablehnende als auch eine überfreundlich-überfürsorgliche Umgangsweise nachweislich einen negativen Einfluss auf die Krankheitsentwicklung haben. Unser Team steht für Fragen jederzeit bereit und begleitet die Gespräche.

Soziotherapie, Ergo- und Physiotherapie zeichnen ein umfangreiches Pflegekonzept aus. Unsere Beschäftigten kennen die individuellen Herausforderungen und können diese entsprechend therapieren. Details finden Sie im Therapieangebot.

Station D11

Herzlich Willkommen auf der Station D

Wir sind eine gemischt-geschlechtliche psychiatrische Intensivstation. Es kommen sämtliche psychiatrisch erkrankten Menschen zu uns. Einzige Ausnahme: Gerontopsychiatrisch erkrankte- oder suchterkrankte Patient:innen.

Wir unterscheiden folgende Diagnosegruppen:

  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis (inkl. sekundärer Abhängigkeitserkrankungen)
  • schizoaffektive Psychosen
  • affektive Psychosen
  • Neurosekranke
  • Persönlichkeitsgestörte
  • gelegentlich Patient:innen mit Hirnerkrankungen und vorwiegend psychiatrischer Symptomatik, z. B. Chorea Huntington, Anfallsleiden

Patienten/innen mit Neurosen, Persönlichkeitsstörungen und Hirnerkrankungen bedürfen nur gelegentlich der Therapie auf der geschlossenen Aufnahmestation. Unser Behandlungsschwerpunkt: Psychose. Die D10 klärt regelmäßig die juristischen Voraussetzungen und setzt diese fest. Die Rechtsgrundlage bedarf einem intensiven Austausch zwischen Stationsarzt/ärztin und Patient/in, den Angehörigen oder gegebenenfalls dem zuständigen Unterbringungsrichter/in. Wir setzen in dieser Beziehung auf eine erfolgreiche Kooperation aller Beteiligten.

Wir therapieren mehrdimensional. Die Annahme dahinter: ein multikonditionales Krankheitsverständnis. Das heißt, dass sowohl genetische und somatische Einflüsse, wie zum Beispiel Konstitution, Reagibilität, Sensibilität, prä- und perinatale Komplikationen als auch psychosoziale Einflüsse, wie etwa frühkindliche Traumata oder familiäre Kommunikationsstile, bei der Entstehung von Psychosen bedeutsam sind. Die Kombination von ungünstigen genetisch-somatischen und psychosozialen Einflüssen führt zu einer verletzlichen Persönlichkeit. Wirken nun schicksalshafte Lebensereignisse (life-events) oder entsteht eine Überforderung durch Stress, kann dies eine Psychose herbeiführen. Diese können und müssen wir therapieren: medizinisch, psychotherapeutisch, sozio- und milieutherapeutisch sowie ergo- und physiotherapeutisch.

Therapie

Wir versorgen unsere Patienten/innen individuell und bedarfsgerecht. Die Therapie orientiert sich an der Diagnose – der Grundstein für alle Folgebehandlungen. Dazu wird zunächst eine psychiatrische Anamnese erhoben. Wir müssen das Krankheitsbild genau erfassen. Faktoren sind unter anderem die Denkzerfahrenheit, ein gestörtes Verhältnis zur Realität, eine Suizidalität, sowie selbst- oder fremdzerstörendes Verhalten. Internistisch-neurologische klinische Untersuchungen unterstützen den diagnostischen Prozess. Wir investieren sehr viel Zeit, um unsere Patienten/innen kennen zu lernen und vertrauen nicht nur früheren medizinischen Befunden, sondern sind auch auf die Angaben von Familienangehörigen und Freunden angewiesen. Wir telefonieren, machen Termine in der Klinik oder fahren zu Hausbesuchen. Am Ende steht ein psychopathologischer Befund – unsere Grundlage für eine Therapie.

Zunächst schließen wir eine organische Ursache aus. Die internistisch-neurologische Untersuchung umfasst dabei Maßnahmen wie EEG, CT, EKG, Röntgenuntersuchung sowie Blut- oder Serumanalysen.

Nach dieser ersten Einordnung erstellen wir jedem einzelnen Patienten/in einen Therapieplan und legen individuelle Behandlungsziele fest. Eine zusätzliche medikamentöse Behandlung ist meist zunächst unumgänglich. Sie hilft eine weiterführende Therapie anzugehen und gleichzeitig Ängsten, Wahnvorstellungen oder einer Suizidalität entgegen zu wirken. Die Sicherheit hat oberste Priorität, die Zusatzuntersuchungen richten sich nach den neusten wissenschaftlichen Standards.

Begleitend zur medikamentösen Behandlung streben wir mit unseren Patienten/innen eine psychotherapeutische Behandlung an. In Gruppen oder einzeln werden Verhaltens- und Familientherapien angeboten. Die Lebensgeschichte, die Familie, die sozialen Umstände – in der Therapie werden verschiedene Aspekte thematisiert. Wichtig ist, dass der Therapieplan Nachfragen, Gespräche und auch Selbstheilung zulässt und unsere Patienten/innen ein Verständnis für ihre aktuelle Situation entwickeln können. Ermuntern, ermutigen und behutsam begleiten – das ist unsere Philosophie auf D11. Eine stets freundliche und verständnisvolle Atmosphäre und die Integration von Angehörigen in den Heilungsprozess ist ungemein wichtig. Neben den Angehörigengruppen sind daher Familiengespräche auf der Station regelhafter Bestandteil der stationären Therapie. Auch prognostisch ist die Einbeziehung der Angehörigen unabdingbar, da sowohl eine kalt-ablehnende als auch eine überfreundlich-überfürsorgliche Umgangsweise nachweislich einen negativen Einfluss auf die Krankheitsentwicklung haben. Unser Team steht für Fragen jederzeit bereit und begleitet die Gespräche.

Soziotherapie, Ergo- und Physiotherapie zeichnen ein umfangreiches Pflegekonzept aus. Unsere Beschäftigten kennen die individuellen Herausforderungen und können diese entsprechend therapieren. Details finden Sie im Therapieangebot.

Station D12

Herzlich Willkommen auf der Station D12

Unsere Station wird offen geführt und ist ausgerichtet auf die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung Erwachsener zwischen 18 und 60 Jahren.

Wir kümmern uns um Sie, bei:

•Depressionen
•Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
•bipolaren, affektiven Störungen (manisch-depressive Erkrankungen)
•schizoaffektiven Störungen
•Angst- und Zwangsstörungen
•Belastungsreaktionen
•Persönlichkeitsstörungen

Die Aufnahme erfolgt nach Einweisung durch Fachärzte/ärztinnen sowie Hausärzte/ärztinnen und vorbehandelnde Krankenhäuser.

Nach der Diagnose, die normalerweise ein Aufnahmegespräch mit körperlicher Untersuchung, ein EKG und Laboruntersuchungen beinhaltet sowie, falls erforderlich, weitere Methoden, wie ein EEG, ein CCT oder MRT, wird die Behandlung zunächst mit Ihnen besprochen. Eine medikamentöse sowie eine individuelle therapeutische Therapie sind die Grundlage. Jeder Patient/in ist bei uns einem Bezugstherapeuten oder einer Bezugstherapeutin sowie in der Regel zwei Bezugspflegepersonen zugeordnet. Sie führen vertiefende Einzelgespräche und begleiten Sie als Patient/in während des gesamten Aufenthaltes.

Therapie

Verschiedene Gruppentherapien richten sich speziell an die Patienten/Patientinnen der D12:
Eine Infogruppe, die in erster Linie Patienten/innen mit Psychosen anspricht.
Eine zweite Infogruppe richtet sich an Patienten/innen mit Depressionen.
Ein Gruppentraining fördert soziale Kompetenzen.
Die Gesprächsgruppe bietet den Teilnehmern/Innen die Möglichkeit, eigene Problemsituationen darzustellen und zu bearbeiten.
Wir trainieren Achtsamkeit in der Gruppe. Sie bauen eine bessere Wahrnehmung auf und vermindern damit aktiv körperlichen und seelischen Stress. Damit nehmen Sie Abstand von quälenden Gedanken und Gefühlen.
Außerdem wird Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson als Entspannungstraining in Gruppen angeboten.

Das Therapieangebot umfasst weitere Maßnahmen, einzeln oder in Gruppen:
•Kunsttherapie
•Ausdruckstherapie
•Ergotherapie mit Beschäftigungstherapie, Arbeitstherapie sowie einem computergestützten Hirnleistungstraining namens Cogpack
•Für depressive Patienten/innen bieten wir nach Absprache die Möglichkeit der Teilnahme an einer Schlafentzugstherapie, Lichttherapie oder transkraniellen Magnetstimulation an.

Die Physiotherapie schafft eine neue Selbstwahrnehmung und ein Gefühl für den eigenen Körper, das sehr viel stärker ausgeprägt ist.

Auch der Sozialdienst ist auf unserer Station aktiv. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kollegen/Kolleginnen vom Sozialdienst beraten, betreuen und bereiten auf den Alltag vor – ganz individuell und immer mit der bestmöglichen Lösung.

Auch für Angehörige gibt es zahlreiche Angebote. In Gesprächen und Angehörigengruppen im Kreise der Station wollen wir sie mit einbeziehen, sofern unsere Patienten/innen dies wünschen. Für Fragen haben wir stets ein offenes Ohr und sind gerne bereit, diese fachkundig zu beantworten.

Station A2b

Dr. Naciye Hantelmann-Geyhan

Chefärztin

Sekretariat:
Tanja Büscher

Tel: 02372 861-4210

Frau mit dunklen langen Haaren

Kai Schröder

Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase

Tel: 02372 861-9235

Mann mit Kurzhaarfrisur, dunkelhaarig und chic gekleidet

Station F15

Herzlich Willkommen auf der Station F15

Der Behandlungsschwerpunkt der Station F15 liegt in der Therapie von Betroffenen mit sogenannten affektiven Störungsbildern. Der Begriff umfasst Erkrankungen mit bedeutsamen Veränderungen der Stimmungslage. Hierbei können die Gemütsbewegungen (fachlich auch Affekte genannt) in Richtung einer Depression gedrückt sein, oder auch im Rahmen einer Manie gesteigert sein. Die entsprechenden Beschwerden können plötzlich (akut) auftreten, ebenso können diese sich auch langsam (chronisch) entwickeln. Durchaus tritt auch ein phasenweiser/episodischer Verlauf ein.

Die Aufnahme erfolgt in der Regel nach Diagnosestellung und Einweisung durch Fachärzt/innen sowie Hausärzt/innen und/oder vorbehandelnde Krankenhäuser.

Nach der Diagnose, die normalerweise ein Aufnahmegespräch mit körperlicher Untersuchung, ein EKG und Laboruntersuchungen beinhaltet sowie, falls erforderlich, ein EEG, ein CCT oder MRT, wird die Behandlung zunächst mit Ihnen besprochen. Eine medikamentöse sowie eine individuelle therapeutische Therapie sind die Grundlage.

Diese setzt sich aus unterschiedlichsten Angeboten zusammen. Hierzu gehören Beratungs- und Informationsangebote, psychotherapeutische Verfahren, Vermittlung von Bewältigungsstrategien, Entspannungsverfahren, die Einbindung von Angehörigen (je nach individuellem Wunsch des Betroffenen), Sport-, Bewegungs- und Wellnessangebote, Hilfestellungen beim Aufbau von individuellen Krisen- und Hilfenetzwerken und weitere in der Behandlung anerkannte Maßnahmen auf Grundlage einer leitliniengerechten Behandlung.

Jede/r Patient/in ist bei uns einem Bezugstherapeuten oder einer Bezugstherapeutin sowie in der Regel einer Bezugspflegepersonen zugeordnet. Diese führen vertiefende Einzelgespräche und begleiten Sie als Patient/in während des gesamten Aufenthaltes.

Station F16

Herzlich Willkommen auf der Station F16

Auf der Station F16 bieten wir neben der professionellen Versorgung unterschiedlichster psychischer Erkrankungen im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, zusätzliche Unterbringungs- und Serviceleistungen an. Die Station verfügt über großzügig angelegte Patientenzimmer mit einer entsprechend wertigen Ausstattung. Hierzu gehören die Ausstattung mit einem Schreibtisch, einer Minibar, Cocktailsessel, ebenerdiger Dusch- und Nasszelle, einem Safe und Balkon mit Blick in die wunderschöne Landschaft Südwestfalens.

Das Team setzt sich aus unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen. Neben den krankenhaustypischen Berufsgruppen werden Sie auch durch unsere Service-Kräfte während Ihres Aufenthaltes auf der Station begleitet. Unsere Servicekräfte sorgen für eine individuelle Betreuung. Hierzu gehören zum Beispiel besondere Getränkewünsche, Zeitungen und Zeitschriften, Handtuchwechsel, Bademantel und vieles mehr.

Auf der Station steht Ihnen ein umfangreiches Buffet mit vielen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten zur Einnahme Ihrer Mahlzeiten zur Verfügung.

Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Unterbringung von Angehörigen in besonderen Gäste- und Besucherzimmern.

Das Angebot steht nicht nur entsprechenden privatversicherten Betroffenen zur Verfügung. Gegen eine entsprechende Zuzahlung können Sie Zusatzleistungen während Ihres Aufenthaltes mit buchen.

Neben dem Angebot auf der Station F16 können wir Ihnen ähnliche Leistungen auch auf weiteren Stationen anbieten. Je nach Schweregrad der Erkrankung, oder Dringlichkeit der Aufnahme können wir Ihnen im Hinblick auf Service und Unterbringung die entsprechenden Alternativen unterbreiten.

Dr. Patrick Debbelt

Chefarzt
Sekretariat: Sylvia Harnischmacher

Tel: 02372 861-9275

Mann mit schwarzem Anzug, blauer Krawatte, blauem Hemd, Brille und dunkler Kurzhaarfrisur

Kai Schröder

Abteilungsleitende Pflegekraft
Sekretariat: Beatrix Haase

Tel: 02372 861-9235

Mann mit dunkler Kurzhaarfrisur, blauem Hemd und Jackett

Suchtmedizin und Spezielle Psychiatrie

Die Abteilung Suchtmedizin behandelt Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Auch dann, wenn eine begleitende psychiatrische Erkrankung wie Depression oder eine Angststörung vorliegt. Die Station bietet das gesamte Spektrum einer modernen suchtmedizinischen Behandlung an, die zunächst immer die Substanzfreiheit erreichen will. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass diese Entzugsbehandlungen die Patientinnen und Patienten nicht gefährden und dass sie möglichst körperlich und psychisch unbeeinträchtigt sind. Dazu setzen wir bei Bedarf unterschiedliche Entzugsmedikamente ein bzw. führen einen gestuften Opioidentzug durch.

Neben der Abstinenz ist uns eine Motivationsbehandlung sehr wichtig. Sie zielt darauf, die Entscheidung zum Verzicht auf Rauschmittel zu festigen und Wege dorthin aufzuzeigen. Uns ist sehr bewusst, dass die Entzugsbehandlung nur den Anfang darstellt und weitere Hilfsangebote notwendig und sinnvoll sind. Darum stellen wir unterschiedliche weiterführende Hilfsangebote vor und vermitteln bei Bedarf auch. Weiterbehandlungen nach dem stationären oder teilstationären Aufenthalt zu klären und einzuleiten, ist uns besonders wichtig.

Die Behandlung möglicher psychiatrischer Begleiterkrankungen nach modernen psychiatrischen Standards ist natürlich ebenfalls ein weiterer Schwerpunkt.

Eine gute Behandlung kann nur gelingen, wenn unterschiedliche Berufsgruppen Hand in Hand für das Wohl der Patientinnen und Patienten zusammenarbeiten. Die multiprofessionellen Teams setzen sich in unserer Abteilung aus Gesundheits- und Krankenpflegekräften, Ober- und Assistenzärztinnen und -ärzten, Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Sozialarbeiterinnen und -arbeitern und Stationsassistentinnen und -assistenten zusammen. Stationsübergreifend sind Ergo- und Bewegungs- sowie Musiktherapeutinnen und -therapeuten tätig.

Station A3

Die Station A3 ist als Teil des suchtmedizinischen Fachbereichs spezialisiert darauf, alle Krankheitsbilder individuell zu betreuen. Die mehrstufige Behandlung durchbricht den Kreislauf der Komorbidität und bietet Lösungen – für einen Weg aus der psychiatrischen Erkrankung und der Sucht gleichermaßen.

Unsere Station ist als Teil der Abteilung Suchtmedizin und spezielle Psychiatrie offen geführt. Es gibt 30 Behandlungsplätze.

Die Therapie

Wenn Emotionen und Gefühle nicht mehr richtig verarbeitet und weder vernünftig herauf-, noch herunterreguliert werden können, dann führt das zum Fehlverhalten in ganz alltäglichen Situation. Die Theorie kennt viele Wege in die Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol. Wer süchtig ist, hat ein stückweit die Kontrolle verloren. Wer süchtig ist, wird von seiner Sucht kontrolliert und von Gefühlen, die sich nicht mehr steuern lassen. Eine Spirale, die immer tiefer in die Abhängigkeit führt und aus der es alleine kein Entkommen geben kann. Gemeinsam mit unseren Entgiftungspatienten und Patienten mit komorbider Suchterkrankung finden wir eine Möglichkeit, Emotionen und Verhalten aufeinander abzustimmen. Wir entkommen dem Teufelskreis von überwältigenden Emotionen und Drogenkonsum. Wissenschaftlich fundiert und individuell angepasst.

Nach einer medizinischen Grunduntersuchung werden Behandlungsziele und ein individuelles Therapieprogramm festgelegt.

Unterschieden werden dabei:

Entgiftung

Bei der Entzugsbehandlung, der Lebens- und auch Überlebenssicherung, konzentrieren wir uns auf körperliche und seelische Stabilisierung. Die Entgiftung wird fachärztlich medizinisch unterstützt. Unsere Psychoedukation umfasst motivationsfördernde und soziotherapeutische Einheiten. Es geht darum, auf den Alltag nach der Sucht vorzubereiten und alles daran zu setzen, einen Rückfall zu verhindern. Bei Verdacht auf eine komorbide Störung findet eine psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik statt. So erkennen wir alle Faktoren einer Sucht und alle Probleme frühzeitig und können den Therapieplan individuell anpassen. Wir orientieren uns mit der Behandlung an den Patienten und entscheiden alles gemeinsam. Nur so lässt sich die Entgiftung erfolgreich gestalten. Die Dauer umfasst etwa 10 Tage.

Qualifizierte Entgiftung

Das Rahmenkonzept: Qualifizierte Entgiftung für NRW. Die Idee: Patienten begleiten. Von der Erstbehandlung an wollen wir Patienten unterstützen und ihre Motivation stärken, in der ambulanten Suchthilfe und mit suchtspezifischen Rehabilitationsmaßnahmen. Die qualifizierte Entgiftung wird fachärztlich geleitet und von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt. Informationsveranstaltungen klären auf über Ursachen, Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten einer Sucht und gegebenenfalls einer psychiatrischen Erkrankung. Wir beobachten das Verhalten, die Bereitschaft unserer Patienten, etwas zu verändern und die Bemühungen, die investiert werden. Wir bewerten den Fortschritt gemeinsam. Je mehr sich Patienten einsetzen, desto besser. Das Vernetzungsangebot ist groß. Selbsthilfegruppen und Suchtberatungsstellen ermöglichen eigenverantwortliches Engagement.

Über die stationäre, soziotherapeutische Begleitung ist ebenfalls unter bestimmten Kriterien die Einleitung von therapeutischen Maßnahmen für eine Rehabilitation möglich. So werden:

  • Patienten mit drohendem Arbeitsverlust durch die Suchterkrankung
  • Patienten mit ausgeprägten körperlichen Folgeschäden der Suchterkrankung
  • Patienten mit Kindern bei soziofamiliären Problemen als Folge der Suchterkrankung und
  • Patienten die trotz guter Anbindung an das ambulante Suchthilfesystem bisher keine Abstinenz erlangen konnten
  • besonders berücksichtigt. Voraussetzung ist Lernfähigkeit und Veränderungsbereitschaft.

Die Dauer beträgt etwa 18 Tage.

Behandlung komorbider Störungen & Psychotherapie

Nach der Entgiftung behandeln wir komorbide Patienten psychotherapeutisch und psychiatrisch-medizinisch sowie soziotherapeutisch. Ob Patienten eine solche Folgebehandlung benötigen, prüfen wir individuell. Voraussetzung ist immer, dass eine psychische Erkrankung oder entsprechende Symptome vorliegen. Der Patient muss gruppenfähig sein und einen Therapieauftrag erarbeiten. Die Behandlung erfolgt stationär in Gruppen- und Einzelgesprächen, begleitet von medizinischen, soziotherapeutischen und psychologisch-edukativen Elementen.

Das Bezugspflegesystem sieht zudem begleitende Pflegegespräche mindestens einmal pro Woche vor.

Ziele der Behandlung

Wir erkennen gemeinsam mit unseren Patienten unpassende, fehlerhafte oder unlogische Gedankengänge. Schritt für Schritt wollen wir diese korrigieren und neue Denkweisen fördern, die dem Alltag angemessen sind.

Wir verändern gemeinsam alle negativen persönlichen Einstellungen zur Erkrankung. Damit beugen wir einer psychischen Reaktion bei erneuter Belastung vor.

Wir fördern Techniken zur Selbstkontrolle. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein zentrales Element unserer Therapie.

Station A4a

Unsere Station ist eine geschützte Station mit 18 Behandlungsplätzen. Wir gehören zur Abteilung Suchtmedizin und spezielle Psychiatrie und behandeln unter geschlossenen Bedingungen einerseits Patienten zum Entzug illegaler Drogen, insbesondere von Opiaten. Andererseits hat die Station einen Behandlungsauftrag für akutpsychiatrische Patienten, vor allem mit Suchterkrankungen.

Wir haben verschiedene Behandlungsschwerpunkte im Drogenentzug. Eine Möglichkeit ist der Entzug bei laufender Substitution, eine andere der vollständige Entzug in Vorbereitung auf eine Therapie. Auch komorbide psychiatrische Erkrankungen werden bei uns behandelt.

Die Grundlage für unseren Behandlungsansatz wurde unter anderem vom Arbeitskreis „Qualifizierte stationäre Akutbehandlung Drogenabhängiger NRW“ definiert. Die qualifizierten Methoden umfassen die psychische, physische und soziale Stabilisierung unserer Patienten. Sie sind Teil des Suchthilfesystems. Unser Ziel: Abstinenz. Damit verbunden legen wir Wert auf das Prinzip „harm reduction“. Wir wollen das Risiko eines Rückfalls oder selbstschädigender Maßnahmen minimieren. Die Behandlungsdauer ist individuell unterschiedlich und liegt in den meisten Fällen bei 14 bis 21 Tagen.

Die Therapie

Das Behandlungsziel legen wir individuell mit unseren Patienten fest. Es kann sich auch während einer Behandlung ändern. Wichtig ist, dass es ganzheitlich abgestimmt ist. Alle Mitarbeiter des Teams unterstützen unsere Patienten mit ihren Fähigkeiten dabei, die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Entzug kann medikamentös behandelt werden, ebenso die somatischen und psychiatrischen Begleiterkrankungen. Zudem setzen wir auf pflegerische und sozialtherapeutische Unterstützung durch unsere Sozialarbeiter. Das Therapieangebot umfasst auch eine drogenspezifische Psychoedukation. Wir reden über Probleme und helfen unseren Patienten, alles zu verstehen, was sie wissen wollen oder müssen. Unsere Arbeitstherapie, Ergo- und Kunsttherapie, Sport- und Physiotherapie sorgen für einen Ausgleich. Sie alle sind Teil eines festen Wochenplans, der weitere therapeutische Angebote wie Gesprächskreise und Entspannungstraining umfasst.

Akutpsychiatrischer Behandlungsauftrag

Auf der Station A4a kümmern wir uns um Patienten, die bei Alkohol- oder Medikamentenentzug sowie Sucht und Psychose nicht auf einer offenen Station behandelt werden können. Viele Patienten sind dabei auf freiwilliger Rechtsgrundlage auf Station, andere wegen eines Unterbringungsbeschlusses nach dem PsychKG NRW oder dem Betreuungsrecht. Ausschlaggebend ist immer, wie schwer ein Patient erkrankt ist. In Einzelfällen können auch andere Patienten aufgenommen werden.

Bei Akutaufnahme ist eine schnelle und doch genaue Diagnostik entscheidend. Denn die Diagnose entscheidet über die Therapie und ihre Ziele.

Unser Ziel ist immer, die Patienten auf A4a im akutpsychiatrischen Abschnitt ihrer Behandlung zu stabilisieren und darauf vorzubereiten, in eine offene Station verlegt zu werden. Unsere sehr unterschiedlichen Patienten werden dabei zumeist individuell betreut. Scherpunkte sind einerseits stützend-entlastende Einzelgespräche (z.B. bei suizidalen Patienten) und andererseits motivationsfördernde Maßnahmen. Alle Patienten in akutpsychiatrischer Behandlung haben die Möglichkeit, täglich einen Arzt zu sprechen. Zunächst sind zwei Visiten pro Woche vorgesehen, eine davon mit dem Chefarzt.

Physiotherapie und Sport

Kneipp’sches Wassertreten, Sport- und Bewegungstherapie, Walken und Schwimmen – wir legen großen Wert auf das körperliche Wohlbefinden. Denn fühlt sich der Körper wohl, hat das auch positive Auswirkungen auf die Psyche. Nach Anmeldung auf der Station besteht die Möglichkeit, ein spezielles Wellnessprogramm in Anspruch zu nehmen.

Der Sozialdienst

 Der Sozialdienst berät unsere Patienten in sozialrechtlichen Fragen. In einem Erstgespräch mit den Patienten wird eine Sozialanamnese erstellt. Ansprüche gegenüber Leistungsträgern sowie Hilfen zur finanziellen Sicherung des Lebensunterhalts sollen geklärt werden. Der Sozialdienst plant und entwickelt mit unseren Patienten Perspektiven für die Wiedereingliederung. Patienten werden in neue Einrichtungen begleitet, der Sozialdienst unternimmt Hausbesuche und vermittelt an ambulante oder stationäre Hilfsangebote. Auch Kostenübernahmen sowie Antragsformulare können mit dem Sozialdienst erarbeitet werden.

Nach der Entlassung ist eine weitere ambulante Betreuung im psychosozialen Netzwerk gewährleistet.

Station A4b

Herzlich Willkommen auf der Station A4a

Unsere Station ist eine geschützte Station mit 18 Behandlungsplätzen. Wir gehören zur Abteilung Suchtmedizin und spezielle Psychiatrie und behandeln unter geschlossenen Bedingungen einerseits Patienten zum Entzug illegaler Drogen, insbesondere von Opiaten. Andererseits hat die Station einen Behandlungsauftrag für akutpsychiatrische Patienten, vor allem mit Suchterkrankungen.

Wir haben verschiedene Behandlungsschwerpunkte im Drogenentzug. Eine Möglichkeit ist der Entzug bei laufender Substitution, eine andere der vollständige Entzug in Vorbereitung auf eine Therapie. Auch komorbide psychiatrische Erkrankungen werden bei uns behandelt.

Die Grundlage für unseren Behandlungsansatz wurde unter anderem vom Arbeitskreis „Qualifizierte stationäre Akutbehandlung Drogenabhängiger NRW“ definiert. Die qualifizierten Methoden umfassen die psychische, physische und soziale Stabilisierung unserer Patienten. Sie sind Teil des Suchthilfesystems. Unser Ziel: Abstinenz. Damit verbunden legen wir Wert auf das Prinzip „harm reduction“. Wir wollen das Risiko eines Rückfalls oder selbstschädigender Maßnahmen minimieren. Die Behandlungsdauer ist individuell unterschiedlich und liegt in den meisten Fällen bei 14 bis 21 Tagen.

Die Therapie

Das Behandlungsziel legen wir individuell mit unseren Patienten fest. Es kann sich auch während einer Behandlung ändern. Wichtig ist, dass es ganzheitlich abgestimmt ist. Alle Mitarbeiter des Teams unterstützen unsere Patienten mit ihren Fähigkeiten dabei, die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Entzug kann medikamentös behandelt werden, ebenso die somatischen und psychiatrischen Begleiterkrankungen. Zudem setzen wir auf pflegerische und sozialtherapeutische Unterstützung durch unsere Sozialarbeiter. Das Therapieangebot umfasst auch eine drogenspezifische Psychoedukation. Wir reden über Probleme und helfen unseren Patienten, alles zu verstehen, was sie wissen wollen oder müssen. Unsere Arbeitstherapie, Ergo- und Kunsttherapie, Sport- und Physiotherapie sorgen für einen Ausgleich. Sie alle sind Teil eines festen Wochenplans, der weitere therapeutische Angebote wie Gesprächskreise und Entspannungstraining umfasst.

Akutpsychiatrischer Behandlungsauftrag

Auf der Station A4a kümmern wir uns um Patienten, die bei Alkohol- oder Medikamentenentzug sowie Sucht und Psychose nicht auf einer offenen Station behandelt werden können. Viele Patienten sind dabei auf freiwilliger Rechtsgrundlage auf Station, andere wegen eines Unterbringungsbeschlusses nach dem PsychKG NRW oder dem Betreuungsrecht. Ausschlaggebend ist immer, wie schwer ein Patient erkrankt ist. In Einzelfällen können auch andere Patienten aufgenommen werden.

Bei Akutaufnahme ist eine schnelle und doch genaue Diagnostik entscheidend. Denn die Diagnose entscheidet über die Therapie und ihre Ziele.

Unser Ziel ist immer, die Patienten auf A4a im akutpsychiatrischen Abschnitt ihrer Behandlung zu stabilisieren und darauf vorzubereiten, in eine offene Station verlegt zu werden. Unsere sehr unterschiedlichen Patienten werden dabei zumeist individuell betreut. Scherpunkte sind einerseits stützend-entlastende Einzelgespräche (z.B. bei suizidalen Patienten) und andererseits motivationsfördernde Maßnahmen. Alle Patienten in akutpsychiatrischer Behandlung haben die Möglichkeit, täglich einen Arzt zu sprechen. Zunächst sind zwei Visiten pro Woche vorgesehen, eine davon mit dem Chefarzt.

Physiotherapie und Sport

Kneipp’sches Wassertreten, Sport- und Bewegungstherapie, Walken und Schwimmen – wir legen großen Wert auf das körperliche Wohlbefinden. Denn fühlt sich der Körper wohl, hat das auch positive Auswirkungen auf die Psyche. Nach Anmeldung auf der Station besteht die Möglichkeit, ein spezielles Wellnessprogramm in Anspruch zu nehmen.

Der Sozialdienst

 Der Sozialdienst berät unsere Patienten in sozialrechtlichen Fragen. In einem Erstgespräch mit den Patienten wird eine Sozialanamnese erstellt. Ansprüche gegenüber Leistungsträgern sowie Hilfen zur finanziellen Sicherung des Lebensunterhalts sollen geklärt werden. Der Sozialdienst plant und entwickelt mit unseren Patienten Perspektiven für die Wiedereingliederung. Patienten werden in neue Einrichtungen begleitet, der Sozialdienst unternimmt Hausbesuche und vermittelt an ambulante oder stationäre Hilfsangebote. Auch Kostenübernahmen sowie Antragsformulare können mit dem Sozialdienst erarbeitet werden.

Nach der Entlassung ist eine weitere ambulante Betreuung im psychosozialen Netzwerk gewährleistet.

Station B6

Eine Krankheit ist eine Krankheit zu viel. Und jede Krankheit stellt für sich eine große Belastung im Leben unserer Patienten dar. Unvorstellbar ist die emotionale Last bei Folgeschäden oder einer hinzukommenden Sucht. Wir wissen damit umzugehen. Und wir können helfen, wenn allgemeinpsychiatrische Erkrankungen auf eine komorbide Suchterkrankung treffen.

Die Therapie

Komorbide Suchterkrankung? Sucht und Psychose oder Sucht und Depression treten in diesen Fällen gemeinsam auf und bedürfen der Fürsorge unserer Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie.

Unsere Station ist offen geführt. Jeder einzelne Fall ist uns wichtig und wird genau beurteilt. Patienten werden nach Dringlichkeit zugewiesen. In einzelnen Fällen ist auch eine Notaufnahme sinnvoll.

Auf Station B6 werden Sie individuell behandelt. Neben der ärztlichen Visite und Sprechstunde reden wir einzeln oder in Gruppen über Ihre Probleme – und vor allem, über Lösungen. Sie bekommen das Wissen an die Hand, das im Alltag hilft. Sie helfen sich und anderen, die Themen Sucht, Psychose oder Depression zu verstehen. Sie trainieren soziale Kompetenzen und den Umgang mit einer Erkrankung. Wir nennen dieses wissenschaftlich fundierte Konzept: Psychoedukation. Wir geben Ihnen unser Wissen weiter. Wir behandeln nicht nur, wir wollen darüber auch mit Ihnen sprechen. Denn diese Krankheiten besiegen wir gemeinsam.

Zudem erwartet Sie ein breites Angebot an Sport-, Physio-, Körper- oder Entspannungs- sowie Kunst- und Arbeitstherapie. Wir finden mit Ihnen das richtige Programm und wenn Sie so wollen, die nötige Action, um Ihrer Krankheit mit Entschlossenheit entgegenzutreten. Dafür arbeitet unser Team jeden Tag.

Anne-Kathrin Enders

Chefärztin Suchtmedizin

Tel: 023728618169

Rüdiger Bongartz

Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase

ruediger.bongartz@lwl.org

Tel: 02372 861-9235

Mann mit Halbglatze, graues Haar.

Tagesklinische Angebote

Eine stationäre Behandlung ist für viele Patienten oft ein großer Schritt, der nicht in allen Fällen zwingend nötig ist. Eine ambulante Behandlung reicht manchmal nicht aus, da sie nicht umfassend genug arbeiten kann. Dafür bietet die LWL-Klinik Hemer (Hans-Prinzhorn Klinik) Ihnen Hilfe in unseren Tageskliniken.

Nach einer Einweisung durch einen Fach- oder Hausarzt können wir Ihnen hier bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen helfen. Dazu gehören Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen, psychosomatischen Erkrankungen, Schizophrenie und posttraumatischen Belastungsstörungen.

Im Unterschied zur stationären Behandlung schlafen Sie in Ihrem gewohnten Umfeld. Sie nehmen von morgens bis nachmittags an unseren vielfältigen Therapieangeboten teil und essen während dieser Zeit auch bei uns in den Tageskliniken.

Station C8

Unsere stationären Therapieangebote richten sich an Menschen, die unter akuten oder seit längerem bestehenden gravierenden seelischen Beeinträchtigungen leiden.

Wir kümmern uns um Sie, wenn folgende Erkrankungen auftreten:

 

  • Traumafolgestörungen: posttraumatische Belastungsstörungen, akute Belastungsreaktion, Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Depressionen
  • somatoforme Störungen
  • Erkrankungen aus dem psychosomatischen Formenkreis
  • chronische Schmerzstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • tiefgreifende Bindungs- und Beziehungsstörungen mit Auswirkungen innerfamiliär, in Partnerschaft oder am Arbeitsplatz

 

Wie erfolgt die Aufnahme?

Die Aufnahme erfolgt nach Anmeldung und Einweisung durch den Hausarzt oder nach Akutbehandlung auf einer unserer Aufnahmestationen. In einem vorstationären Gespräch können Sie sich über die Station und das Therapieangebot informieren. Eine weiterführende fachärztliche Beratung richtet sich nach der ersten Diagnose.

Termine zu einem Vorgespräch können über das Abteilungssekretariat vereinbart werden:

 

Die Therapie

Zu Beginn findet eine umfassende Diagnose statt. Wir lernen Sie kennen – und Sie uns. Der Bezugstherapeut erarbeitet mit Ihnen individuelle Ziele und richtet einen Plan genau darauf aus. Auch wird zunächst festgestellt, ob eine medikamentöse Behandlung fortgesetzt, umgestellt oder eingeleitet werden muss.

Das Therapieangebot umfasst

  • diagnoseübergreifende Gruppenpsychotherapie
  • spezifische Gruppenpsychotherapie für Panikstörung und Phobien
  • Zwangsbewältigungsgruppe (KVT nach Lakatos und Reinecker)
  • symptomorientierte Traumabewältigungsgruppe/Traumaexpositions-Therapie
  • Schmerzbewältigungs-Therapiegruppe
  • Einzeltherapie mit speziellen verhaltenstherapeutischen und imaginativen Behandlungsprogrammen
  • Schematherapie bei chronischen Depressionen und Persönlichkeitsstörungen
  • Einzelpsychotherapie
  • Familien- und Paargespräche
  • Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Entspannungstraining
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen
  • Lichttherapie
  • Integrative Körpertherapie
  • Gymnastik, Schwimmen, Sport
  • Ergotherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Unterstützung vom Sozialdienst
  • Vermittlung nachstationärer Hilfe

Zusätzlich bietet die Station außerhalb der regulären Therapiezeiten zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in Form von Billard, Kickern, Nutzung des weitläufigen Klinikgeländes zu Spaziergängen, Nutzung des Cardio-Wellnessbereiches oder einer hauseigenen Disco.

 

Die Ausstattung

Die Station ist mit Ein- und Zweibettzimmern, zum Teil mit separatem Bad. In den Therapieräumen und Einzelzimmern sind Skywhite-Lichttherapiesysteme installiert. Es gibt ein Kunstatelier, einen Musiktherapieraum, Aufenthaltsräume mit TV, große Gemeinschaftsräume, einen Speiseraum und eine Stationsküche.

Station C9

Herzlich Willkommen auf der Station C9

Unsere Station ist ein Teil der Abteilung für Psychotherapie und Tagesklinische Behandlung. Wir bieten Behandlungsplätze für Frauen und Männer im Alter von 18 bis 60 Jahre an.

Wir behandeln hauptsächlich, mit 22 Behandlungsplätzen, Menschen, die an Depressions-, Angst- und Zwangsstörungen erkrankt sind.

Außerdem arbeiten wir spezialisiert mit Menschen, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden. Für diese Patienten/innen bieten wir 8 Behandlungsplätze für die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan an.

Was ist unsere Philosophie?

Ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist uns wichtig. Wir möchten achtsam mit den individuellen Bedürfnissen und Anliegen unserer Patienten umgehen und dabei an Sie angepasste Beratung und Informationen über psychiatrische Erkrankungen anbieten.

Wir arbeiten mit Ihnen gemeinsam an Ihren individuellen Behandlungszielen und möchten die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensfreude in den Vordergrund der Therapie rücken.

So erfolgt die Aufnahme

Aufnahmetermine werden über unsere Abteilungsassistentin unter 02372 861-989 vergeben. In der Regel ist eine zeitnahe Aufnahme möglich. Sie benötigen in jedem Fall zur Aufnahme eine aktuelle Überweisung ihres ambulant behandelnden Arztes.

Für die Teilnahme an unserem Spezialangebot (DBT) für Boderline- Erkrankte benötigen wir eine Darstellung der Symptome und Bewältigungsstrategien. Einen speziellen Fragebogen dazu fordern Sie bitte über unsere Abteilungsassistentin an. Hilfreich wären auch zusätzliche bisherige Befundberichte. Sobald aus den vollständigen Unterlagen eine störungsspezifische Behandlungsindikation anzunehmen ist, laden wir Sie zu einem persönlichen Vorgespräch ein. Aufgrund der hohen Nachfrage und der begrenzten Anzahl an Plätzen existiert für dieses Behandlungsangebot aktuell eine Warteliste.

 

Die Therapie

Im Alltag begegnet uns immer häufiger das Thema "Achtsamkeit". Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren erfolgreich mit achtsamkeitsbasierten Verfahren und haben dies in den Mittelpunkt unserer Behandlung gerückt. So können wir mit Ihnen gemeinsam üben, Ihre Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu lenken – ein Weg aus dem Stress.

Unser Verständnis von behandlungsbedürftigen psychischen Störungen geht außerdem davon aus, dass Erkrankungen im Zusammenspiel von sozialen, psychischen und physischen Faktoren entstehen. Entsprechend dieser Vorstellung sind unsere Therapieangebote auch vielschichtig aufgebaut und beinhalten ein individuelles therapeutisches Angebot für jeden Patienten.

Im Einzelnen haben wir folgendes therapeutisches Angebot:

  • Fachärztliche psychiatrisch-psychotherapeutische und psychologische Diagnostik und Therapie
  • Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie in Einzel- und Gruppentherapie, systemischer Ansatz, Rollenspiel und Angstbewältigungstraining, sowie Beratung von Angehörigen
  • Bezugspflege mit beziehungsorientiertem Ansatz
  • DBT-Gruppen
  • Sozialdienst
  • Musiktherapie
  • Kunsttherapie
  • Ergotherapie
  • Arbeitstherapie
  • Sport-, Bewegungs- und Schwimmtherapie
  • Physiotherapie
  • Genusstraining
  • Achtsamkeitstraining
  • Entspannungsverfahren
  • Freizeitgestaltung, tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Kochgruppe
  • Dialektisch Behaviorale Therapie


Die DBT ist ein spezifisches Angebot für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und wird auf unserer Station bereits seit mehreren Jahren erfolgreich praktiziert.
Das gesamte Behandlungsteam orientiert sich an der DBT und ist entsprechend ausgebildet. Seit 2017 ist die Station durch den DBT-Dachverband zertifiziert.
Die stationäre DBT-Behandlung umfasst eine maximale Behandlungsdauer von 12 Wochen.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit einer Weiterbehandlung gemäß der DBT-Kriterien über unser DBT- Netzwerk, welches uns mit niedergelassenen Psychotherapeuten aus dem Umkreis verbindet.

Dr. Ulrich Bodensieck

Chefarzt
Sekretariat: Frau Fuchs

Tel: 02372 861-8218

Lächelnder Herr in weißem Hemd und dunklem Sakko, kurzer Haarschnitt

Oliver Thedieck

Sekretariat:
Beatrix Haase

Tel: 02372 861-9235

Lächelnder Mann mit schwarzem Haar, weißem Hemd und dunklem Sakko

Gerontopsychiatrie

In der Gerontopsychiatrie behandeln wir psychisch erkrankte Menschen ab dem 58. Lebensjahr. Die Phase des Älterwerdens ist oft mit vielen Veränderungen verbunden. Treten dann psychische Erkrankungen auf, beziehen wir bei der Behandlung stets auch die Ressourcen und Kompetenzen der Patientinnen und Patienten mit ein. Wir wollen die Symptome lindern und die Krankheit heilen bzw. beim Umgang damit helfen. Wir unterstützen die Menschen auch darin, die neue Lebenssituation zu bewältigen, alternative Perspektiven zu entwickeln, eigene Fähigkeiten wieder zu entdecken, Kräfte zu bündeln und auf persönlich wichtige Ziele auszurichten.

Die psychiatrische Diagnostik umfasst sowohl medizinische als auch psychosoziale und pflegerische Aspekte. Wir erfassen in den Untersuchungen nicht nur psychische Beeinträchtigungen, sondern auch das Ernährungsniveau, die eingeschränkte Selbsthilfefähigkeit, Mobilitätseinschränkungen oder eine Sturzgefährdung.

Nach erfolgter Diagnostik wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein einzeln abgestimmtesBehandlungskonzept erstellt. Wir wollen dabei die Angehörigen bzw. für die Patientinnen und Patienten wichtige Personen in die Behandlung miteinbeziehen. Eine Bezugspflegekraft und eine Bezugstherapeutin oder ein Bezugstherapeut begleiten durch den gesamten Behandlungsprozess, der einzel- und gruppenpsychotherapeutische, medikamentöse, sozialtherapeutische sowie bewegungs-, musik- und ergotherapeutische Angebote umfasst. Eine Mitbehandlung körperlicher Erkrankungen erfolgt durch Fachärztinnen und -ärzte der Paderborner Krankenhäuser.

Um eine passgenaue Nachsorge sicher zu stellen, wird die Entlassung pro Person vorbereitet. Dafür beziehen wir Angehörige sowie das weitere soziale Netzwerk mit ein. Wir wollen, dass die Patientinnen und Patienten dabei möglichst selbstständig handeln, ihre persönlichen Hilfebedarfe aber abgedeckt sind. Je nach Schweregrad der Erkrankung können sie zudem bei niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzten oder in der Ambulanz unserer Abteilung weiterbehandelt werden. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit den psychiatrischen und psychosozialen Versorgungsdiensten der Region wie Anbietern der Tagespflege oder Betreuter Wohnmöglichkeiten sowie den ambulanten psychiatrischen Pflegediensten.

In der Abteilung arbeiten multiprofessionelle Teams, die aus fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufsgruppen bestehen. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder-leitern geführt. Zum Team gehören außerdem Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Altenpflegekräfte, Heilerziehungspflegekräfte, Assistenzärztinnen und -ärzte, Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Diplom-Gerontologinnen und –Gerontologen (Link), Sozialarbeiterinnen und -arbeiter und Stationsassistentinnen und -assistenten. Stationsübergreifend sind Ergo- und Bewegungs- sowie Musiktherapeutinnen und -therapeuten tätig.

Station A1b

Herzlich Willkommen auf der Station A1B

Wir sind der Fachbereich für psychiatrische/psychotherapeutische Krankenhausbehandlung von psychisch Erkrankten mit Intelligenzminderung. Station A1b ist eine geschützt geführte Station mit 12 Plätzen.

Wer kann hier behandelt werden?

Unsere Abteilung ist für psychisch kranke Menschen konzipiert, bei denen zusätzlich eine Minderbegabung oder eine Intelligenzminderung besteht. Die Abteilung bietet stationäre Behandlungsplätze für Frauen und Männer, die älter als 18 Jahre sind. Im engeren Sinne zählen dazu Menschen, die Belastungsreaktionen oder Anpassungsstörungen zeigen, Angst- oder Zwangssymptome aufweisen, unter Depressionen oder Essstörungen leiden, psychosomatische Beschwerden haben, psychotisch erkrankt sind oder bei denen z.B. aufgrund häufiger epileptischer Anfälle eine Veränderung der medikamentösen Therapie erforderlich ist.

Wie nehmen wir auf?

Die Krankenhausbehandlung wird in der Regel von einem niedergelassenen Arzt verordnet. Treten in den Lebenszusammenhängen des Menschen mit Intelligenzminderung Störungen auf, möchten wir direkt von den Angehörigen bzw. den Betreuern angesprochen werden. Im weiteren Ablauf wird kurzfristig ein ambulanter Termin vereinbart, an dem in einem ausführlichen Gespräch die Notwendigkeit einer stationären Behandlung abgeklärt wird und ggf. eine Behandlungsvereinbarung getroffen wird. In der Behandlungsvereinbarung werden Therapieziele formuliert und die Rückübernahme in die betreuende Einrichtung abgesichert. Um Notaufnahmen zu vermeiden, sollte zu uns rechtzeitig Kontakt aufgenommen werden. Wenn in einem akuten Notfall eine Gefahr für den Patienten selbst oder für Dritte besteht, erfolgt die Einweisung durch einen richterlichen Beschluss auf die geschlossene Aufnahmestation der Hans-Prinzhorn-Klinik. Bei freier Bettenkapazität ist die direkte Aufnahme auf die geschlossene Station unserer Abteilung möglich.

Grundsätze der Behandlung

Unser Verständnis von psychischen Störungen bei Menschen mit Intelligenzminderung und grenzwertigen intellektuellen Fähigkeiten ist mehrdimensional. Sie entstehen im Zusammenspiel von sozialen, psychischen und physischen Faktoren.

Unser erfahrenes multiprofessionelles Team bietet die Möglichkeit, besondere Ausdrucksformen und Verhaltensweisen von Menschen mit Intelligenzminderung im Kontext ihres lebensgeschichtlichen Entstehungszusammenhanges in ihrer jeweils individuellen Bedeutung zu begreifen und zu verstehen, neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen, alternative Verhaltensweisen und Äußerungsformen anzubahnen und verlorene Fähigkeiten wieder zu mobilisieren.

Bei unserem Krankheitsverständnis gehen wir davon aus, dass den Lebenszusammenhängen, in denen unser Patient erkrankt ist, eine besondere Bedeutung zukommt. Die Integration von Angehörigen und/oder Betreuern ist daher wesentlicher Bestandteil unserer diagnostischen und therapeutischen Bemühungen.

Bei der Entlassungsvorbereitung und der Nachsorge beziehen wir alle beteiligten Personen eng mit ein, um den Transfer und die Stabilität der neu erlernten Verhaltensweisen und Veränderungen zu gewährleisten.

Die Dauer der Krankenhausbehandlung ergibt sich aus der medizinischen Notwendigkeit. Sie endet zu dem Zeitpunkt, an dem die notwendigen Hilfen auch ambulant oder teilstationär erbracht werden können.

Viel Wert legen wir auf die Entlassungsvorbereitung und Nachsorge.
Ein enges Miteinbeziehen des sozialen Umfeldes (Schule, WfB, Familie, Wohnheim) hat für uns einen sehr hohen Stellenwert innerhalb der Behandlung.

Volker Wippermann

Chefarzt
Sekretariat:
Isabell Gierse
Reinhild Heuser

Tel: 02372 861-9270

Lächelnder Mann mit grauem Haar, weißem Hemd, blauer Krawatte, schwarzem Sakko und Brille.

Jan Metz Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase

Tel: 02372 861-9235

Leiter des Pflegedienstes

Station B5

Herzlich Willkommen auf der Station B5

Unsere Psychotherapiestation der Gerontopsychiatrischen Abteilung richtet sich an Menschen mit Depressionen und neurologischen Störungen.

Außerdem kümmern wir uns um Sie, wenn neurologische Störungen auftreten. Wir diagnostizieren und behandeln dabei insbesondere

  • Morbus Parkinson
  • Demenzielle Entwicklung
  • Chronische Schmerzen#
  • Epilepsie
  • Folgen eines Schlaganfalls
  • Polyneuropathie

Unsere Station bietet Platz für 31 Patienten mit 14 Zweibettzimmern und 3 Einbettzimmern. Wir haben einen eigenen Gartenzugang im Erdgeschoss und kurze Wege – zum Beispiel zum Schwimmbad und der Sauna.

Auf Station gibt es einen eigenen Kreativ- und Ergotherapiebereich, einen geräumigen Entspannungsraum, eine Küche und einen Speisesaal sowie einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Fernseher.

Wie erfolgt die Aufnahme?

Gerne bieten wir Ihnen die Möglichkeit, uns und die Station in einem Vorgespräch kennenzulernen.

Aufnahmetermine und Vorgesprächstermine werden über das Sekretariat vergeben. Eine schnelle Aufnahme ist in der Regel möglich. Bitte bringen Sie eine Einweisung Ihres Hausarztes zur Aufnahme mit.

Bei Notfallaufnahmen wenden Sie sich bitte direkt an den zentralen Aufnahmedienst (ZAD) über unsere Pforte oder rufen Sie vorher an.

Die Therapie

Wir haben vielfältige Möglichkeiten und sind diagnostisch bestmöglich aufgestellt. Laboruntersuchungen, EKG, EEG, CCT, Lumbalpunktion – was immer zunächst nötig ist, um medizinisch alles abzuklären, können wir mit unserem Fachärzteteam leisten. Zusätzlich werden Testverfahren eingesetzt.

Unser Angebot richtet sich an Menschen ab ca. 60 Jahre, die sich in einer depressiven Krise befinden, ausgelöst z.B. durch Beruf, Berentung, Krankheit oder andere Schicksalsschläge, sowie an Menschen mit vorbekannten Erkrankungen, wie chronischer Depression, Psychosomatische Erkrankungen, Chronische Schmerzen, Angst- und Zwangserkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörung, Bipolarer Störung, Schizophrenie.

Je nach individuellem Behandlungsziel stehen die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensfreude, die Förderung der Eigeninitiative, der Selbstwirksamkeit und der sozialen Kompetenzen sowie die Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung im Vordergrund der Therapie.

Im Anschluss an die stationäre Behandlung, die durchschnittlich 4-6 Wochen dauert, ist zur weiteren Stabilisierung eine Verlegung in unsere Tagesklinik in Iserlohn möglich.

Für unsere Patienten im höheren Lebensalter, deren Selbstständigkeit im Alltag bei körperlichen Beschwerden oder beginnenden Gedächtnisstörungen eingeschränkt ist, steht die Beratung durch unseren Sozialdienst zur Verfügung.

Dieser informiert gerne zu folgenden Themen:

  • Initiierung eines ambulant psychiatrischen Pflegedienstes
  • Beantragung einer Pflegestufe
  • Einrichtung einer Vorsorgevollmacht oder gesetzlichen Betreuung
  • Umzug in ein betreutes Wohnen oder eine Pflegeinrichtung

Volker Wippermann

Chefarzt

Sekretariat:
Diana Rotthaus
Reinhild Heuser

Tel: 02372 861-9270 oder -5113

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Station E13

Herzlich Willkommen auf der Station E13

Unsere Station ist eine offene Behandlungs- und Aufnahmestation der Gerontoneuropsychiatrischen Abteilung. Sie bietet 24 Behandlungsplätze. Die Unterbringung erfolgt überwiegend in Zweibettzimmern, als Wahlleistung oder wenn medizinisch erforderlich, stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Das hausintern festgelegte Mindestalter für die Aufnahme liegt bei 55 Jahren, in Einzelfällen und nach Absprache gibt es jedoch Ausnahmen.

Wir haben eine Lösung, vor allem bei diesen Erkrankungen:

Depressionen, insbesondere bei Symptomen wie

  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit (sogar bei leichten depressiven Episoden)
  • negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Gedanken oder Selbstverletzung oder Suizidhandlungen
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit

Auch auf unserer Station diagnostiziert und behandelt werden

  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Panikstörungen
  • Angstattacken
  • Zwangsimpulse
  • oder eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

 

Wie erfolgt die Aufnahme?

Die Aufnahme auf unserer Station erfolgt in der Regel nach Einweisung durch den/die Haus- oder Facharzt/ärztin. Das Abteilungssekretariat nimmt Anmeldungen gerne telefonisch entgegen.

Selbstverständlich sind wir auch auf Notfälle vorbereitet. Bitte melden Sie sich in Notfällen am Empfang – gerne zuvor auch telefonisch.

 

Die Therapie

Wir haben vielfältige Möglichkeiten und sind diagnostisch bestmöglich aufgestellt. Das Team aus Fachärzten/ärztinnen und Pflegekräften kann einzelfallbezogen auf verschiedene Herausforderungen reagieren und die Behandlung diesen je nach Erkrankung und Bedürfnissen anpassen.

Das Therapieangebot umfasst neben der medizinischen Betreuung in einem individuellen Behandlungsplan

  • Ergotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Physiotherapie
  • Musiktherapie
  • Soziotherapie

Ziele der Behandlung werden bei uns individuell und in Absprache mit Ihnen sowie Ihren Angehörigen festgelegt. Für jeden wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt, das sich aus den Therapieangeboten zusammensetzt.

Je nach individuellem Behandlungsziel stehen die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensfreude, die Förderung der Eigeninitiative, der Selbstwirksamkeit und der sozialen Kompetenzen sowie die Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung im Vordergrund der Therapie.

Allen Patienten/innen steht eine Bezugspflegekraft zur Seite. Sie unterstützt bei der Tages- und Therapieplanung und hilft, das Leben auf unserer Station zu meistern und die gesteckten Ziele schnell, aber auch erfolgreich zu erreichen.

Station E14

Herzlich Willkommen auf der Station E14

Unsere Station ist eine offen geführte gerontoneuropsychiatrische Station mit 30 Behandlungsplätzen. Wir nehmen in der Regel Patienten und Patientinnen ab dem 60. Lebensjahr bei uns auf.

Wir haben eine Lösung, vor allem bei diesen Erkrankungen:

  • Depression
  • Psychosen
  • Demenzerkrankungen
  • Angsterkrankungen
  • Morbus Parkinson
  • Schlaganfallfolgeerkrankungen, zum Beispiel Epilepsie
  • Huntington Erkrankung
  • Abklärung neurologischer Erkrankungen auch vor dem Seniorenalter
  •  

Wie erfolgt die Aufnahme?

Die Aufnahme der Patienten und Patientinnen auf unserer Station erfolgt in der Regel nach Einweisung durch den/die Haus- oder Facharzt/ärztin. Das Abteilungssekretariat nimmt Anmeldungen gerne telefonisch entgegen.

In Einzelfällen ist auch nach direkter Kontaktaufnahme ein Vorgespräch möglich.

Selbstverständlich sind wir auch auf Notfälle vorbereitet. Bitte melden Sie sich in Notfällen am Empfang mit telefonischer Vorankündigung.

 

Die Therapie

Ziele der stationären Behandlung bei uns sind die Therapie in der Akutphase, das Wiedererlernen von Bewältigungsstrategien, das Wiedererlangen sozialer Kompetenzen, die Rückfallvorbeugung und die Wiedereingliederung in das gewohnte Umfeld.

Das Therapieangebot umfasst neben der medizinischen Betreuung in einem individuellen Behandlungsplan:

  • Psychotherapie
  • Alltagsstrukturierung und soziotherapeutisches Training
  • Physio- und Bewegungstherapie
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • Lichttherapie
  • Wachtherapie
  • Logopädie

Ziele der Behandlung werden bei uns individuell und in Absprache mit Ihnen, unseren Patienten/Patientinnen sowie Ihren Angehörigen festgelegt. Es wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt, das sich aus den Therapieangeboten zusammensetzt.

Je nach individuellem Behandlungsziel stehen die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensfreude, die Förderung der Eigeninitiative, der Selbstwirksamkeit und der sozialen Kompetenzen sowie die Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung im Vordergrund der Therapie.

Jan Metz Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase
Tel.: 02372 861-9235

Leiter des Pflegedienstes

Volker Wippermann

Chefarzt

Sekretariat:
Diana Rotthaus
Reinhild Heuser

Tel: 02372 861-9270 oder -5113

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